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Geschlechtsbestimmung – Ramzi Theorie

Normalerweise läuft es in einer Schwangerschaft so ab, nach dem positiven Test führt der Frauenarzt meist in der sechsten oder siebten Schwangerschaftswoche (SSW) die erste Ultraschalluntersuchung durch. Dabei ist auf dem Bild eine Fruchthöhle, eventuell auch schon mit einem winzig kleinen Embryo mit Herzschlag, und der Dottersack zu sehen.

Auch wenn zwischen der 9. und 12. SSW der erste größere Ultraschall durchgeführt wird, lässt sich das Geschlecht des Babys oft noch nicht erkennen. Das lässt sich frühestens ab der 13. Woche, anhand der Nub Theorie bestimmen. Erst wenn der zweite große Ultraschall zwischen der 19. und 22. SSW stattfindet, treffen die Ärzte meist eine verlässliche Aussage, ob das Baby ein Mädchen oder ein Junge wird.

Doch es gibt tatsächlich eine Ultraschall-Methode, mit der neugierige Eltern schon viel früher eine Aussage zum Geschlecht des Nachwuchses bekommen können, mit der sogenannte Ramzi Methode.

Was ist die Ramzi Methode und wie wird sie angewandt

Die Ramzi Methode kann ausschließlich zwischen der 5./6. SSW und der einschließlich 8. SSW durchgeführt werden. Dabei wird auf dem Ultraschallbild geschaut, wo die Nabelschnur ansetzt bzw. wo sich die Plazenta positioniert ist. Befindet sie sich im rechten Uterusbereich, ist der Embryo höchstwahrscheinlich ein Junge, setzt sie im linken Uterusbereich an, ist er ziemlich sicher ein Mädchen. Weil bei vielen Ultraschallgeräten die Ultraschallbilder spiegelverkehrt abgebildet werden, müssen sie entsprechend umgekehrt ausgewertet werden. Man kann sich an die Einkerbung am Ultraschallbild orientieren. Auch kommt es darauf an, ob vaginal oder abdominal geschallt wurde. Wenn über den Bauch (abdominal) geschallt wurde, muss das Ultraschallbild ebenso spiegelverkehrt ausgewertet werden.

Vaginaler Ultraschall

Befindet sich der Ansatz auf der rechten Seite, wird es lt. Ramzi Methode ein Junge. Liegt die Nabelschnur und die Plazenta links, wird es eher ein Mädchen.

Abdominaler Ultraschall ( über den Bauch geschallt)

Bei diesem Ultraschall muss man das Ultraschallbild spiegelverkehrt analysieren. Befindet sich der Ansatz der Nabelschnur und die Plazenta auf der rechten Seite, dann wird es lt. Ramzi eher Mädchen. Befindet sich die Plazenta auf der linken Seite wird es eher ein Junge.

Woher kommt die Ramzi Theorie, wer hat sie entdeckt?

Die Theorie basiert auf einer Studie, die 2011 veröffentlicht wurde und für die 5376 Schwangere über zehn Jahre (1997 bis 2007) untersucht wurden. Dr. Saam Ramzi stellte darin fest, dass 97,2 % der männlichen Föten den Nabelschnuransatz rechts hatten und 97,5 % der weiblichen Föten den Ansatz auf der linken Seite.